Städtetouren - Stendal   (Leitung: Dr. Konrad Engelschall)
  „Am Dom die Reichen, bei Sankt Marien die Gleichen, bei Sankt Jakob die Armen, bei Sankt Petri zum Gott erbarmen.“ Der Spruch ist alt und ordnet die Stendaler Kirchen den sozialen Rängen zu. Unweit der Petrikirche steht das Geburtshaus Johann Joachim Winckelmanns. Der Sohn eines Schuhmachers stieg aus dem „märkischen Wüstensand“ auf zum „Präsidenten aller Altertümer“ in Rom. Der französische Romancier Henry Beyle hat sich  zu Ehren des Begründers der klassischen Archäologie und der modernen Kunstwissenschaft Stendhal genannt.

Neben dem Hauptziel Winckelmann-Museum hat die Stadt der Backsteingotik noch andere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das Denkmal des Cholera-Doktors Haacke und das von einem Vorfahren Bismarcks gestiftete Gertrauden-Hospital gehören dazu. In diesem Gebäude aus dem 14. Jahrhundert war zu DDR-Zeiten die Verkehrspolizei stationiert und „jetzt schläft die Anlage“ (laut Internet-Auskunft). Bedeutend sind auch die Glasmalereien am Dom Sankt Nikolaus und die zur geschleiften Stadtmauer gehörenden Bauwerke Tangermünder Tor und Uenglinger Tor. Der Roland vor dem Rathaus ist 1972 bei einem orkanartigen Sturm zerstört worden. Heute steht eine Kopie am Platze in Sichtweite zum Winckelmann-Standbild aus dem Jahre 1859.

Der ICE fährt auf der Neubaustrecke an Stendal vorbei. Doch ein Ausflug ist die altmärkische Hansestadt an der Uchte alle Mal wert (Fahrtdauer 1 Stunde 24 Minuten).

Treff: Bahnhof Zoo unter der Zeittafel in der Haupthalle

 

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