Im
dritten Jahr des Pontifikats Benedikts XVI., des deutschen Papstes aus dem
hinterfotzigen Bayern, wenden wir uns der Figur Luthers zu in seiner
Geburts- und Sterbestadt im sachsen-anhaltinischen. Der betagte Bischof
von Rom unserer Zeit glänzt mit der Meinung, die Institution Kirche sei
nicht als ein sozialer Verein misszuverstehen, sondern habe nichts weniger
als das Passierscheinverfahren aller Menschen zu Himmel und Hölle zu
kontrollieren. Luther, im Februar vor 500 Jahren in Erfurt zum Priester
geweiht, bekundet in seinen Schriften einen wortgewaltigen Antisemitismus,
von dem sich viele Deutsche in der Folgezeit ihre Scheibe abschnitten.
Eisleben gerät in den Blick als shrinking city, als Stiefkind der
Denkmalpflege, die heillos von der zu behütenden Substanz überfordert ist
und ganze Straßenzüge dem Verfall preisgibt. Mutig schreiten wir ohne
Plastikhelme voran…Treff: Hauptbahnhof
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