„Endlich! Niemand muß (oder sollte) einen
politischen Tötungsanschlag gutheißen, aber es tut
wohl, zu lesen, daß der eiserne Kanzler eben nicht
allenthalben beliebt war. Und wahrlich: Was wäre
uns möglicherweise erspart geblieben, wäre diese
unselige kleindeutsche Lösung nicht mit Gewalt
durchgesetzt worden. In diesem Sinne bin ich
herzlich gern dabei, den Patrioten Ferdinand Cohen-
Blind zu ehren, ein mehr als nötiges Tun angesichts
der gerade wieder erfolgten Heiligsprechung des
"Fürsten", insbesondere durch seine Stiftung.„
Rainer Zimmer-Winkel, Berlin
„Ich würde gern weiterhin an der rechtsstaatlichen
Auffassung festhalten, daß auch ein motivierter
Mord in der Regel nicht auszeichnungswürdig ist.
Wenn in dieser Sache unbedingt etwas getan werden
muß, schlage ich statt dessen vor, die Bismarck-
Denkmäler abzureißen.„
Michael Wöhler, Hagen„
Ich
lebe nämlich auf dem Lande“, ließ der „Eiserne Kanzler“ immer wieder in
seinen Reden wissen. Er mochte sie nicht, die Stadt, und es zog ihn in
jeder freien Stunde von ihr weg. Sein Landsitz Friedrichsruh lag direkt an
der Bahnlinie Berlin-Hamburg. Der Spaziergang versucht, das Gespenst
Bismarck in Berlin beim Herumgeistern zu verfolgen.Termin: 7.5. (Fr, 143. Jahrestag des Cohen-
Blind-Attentats) um 16 Uhr. Treff: Berlin-
Kreuzberg, am Hebbel-Theater (HAU I) in der
Stresemannstraße 29, Portal
Mobil (01 52) 08 28 86 98
oder unter
Telefon: (0 30) 29 36 73 16 |